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Gedenktafel für die Toten im Außenlager der Boelcke-Kaserne in Nordhausen.jpg

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Deutsch: Gedenktafel für die Toten im Außenlager der Boelcke-Kaserne in Nordhausen
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KZ-Außenlager Boelcke-Kaserne

An dieser Stelle befand sich in den letzten Monaten des zweiten Weltkrieges ein Außenlager des
KZ Mittelbau-Dora. Als zentrales Kranken- und Sterbelager dieses KZ-Komplexes war die
Boelcke-Kaserne unter den Häftlingen besonders gefürchtet.
Das Lager wurde am 8. Januar 1945 in zwei leerstehenden Fahrzeughallen der Boelcke-Kaserne
eingerichtet. Hier waren durchschnittlich 5000 kranke ausgezehrte Häftlinge untergebracht, die in den
anderen Lagern des KZ Mittelbau nicht mehr zur Zwangsarbeit eingesetzt werden konnten. Sanitäre
Einrichtungen oder Betten gab es in den improvisiert eingerichteten Flugzeughallen nicht; die Häftlinge
lagen sterbend auf dem blanken Betonboden.

Für etwa 6000 Menschen wurde die Boelcke-Kaserne zum Todesort.
Die Insassen des Lagers stammten aus fast allen Ländern Europas, besonders viele kamen aus Polen,
der Sowjetunion und aus Frankreich. Viele Insassen des Lagers waren erst kurz zuvor aus den
Konzentrationslagern Auschwitz und Groß-Rosen nach Nordhausen deportiert worden. Unter ihnen war
der Anteil jüdischer Häftlinge besonders hoch.
Am 3. und 4. April 1945 erhielt die Boelcke-Kaserne bei zwei britischen Luftangriffen mehrere Treffer.
Dabei starben auch Insassen des KZ-Außenlagers. Nach den Luftangriffen verließen die
SS-Wachmannschaften das Lager und überließen die Häftlinge sich selbst. Als amerikanische Soldaten
am 11. April 1945 die Kaserne betraten, entdeckten sie in den Trümmern über 1200 Tote und einige
Hundert Sterbende. Die Leichen aus der Boelcke-Kaserne wurden einige Tage später unter Aufsicht der
Amerikaner durch die Nordhäuser Bevölkerung auf dem neu angelegten Ehrenfriedhof am
Stresemannring in Massengräbern bestattet.
Nach 1945 wurden die beiden durch Luftangriffe stark beschädigten Fahrzeughallen abgetragen.
Ein 1975 aufgestellter Gedenkstein trägt den roten Winkel der politischen Häftlinge und weist
auf diese Häftlingsgruppe reduzierte offizielle Gedenken in der DDR hin.
Andere Häftlingsgruppen, insbesondere aus rassistischen Gründen Verfolgte wie Juden
sowie Sinti und Roma, wurden dadurch übergangen.
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Source Own work
Author Qkaz
Camera location51° 29′ 30.19″ N, 10° 48′ 32.37″ E Kartographer map based on OpenStreetMap.View this and other nearby images on: OpenStreetMapinfo

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19 October 2012

51°29'30.192"N, 10°48'32.368"E

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